Blankbogen PDF  | Drucken |  E-Mail

Petra Rodenkirchen

Dabei ist zu beachten, dass es nach der Anbringung von Gewichten möglich sein muss, dass der Blankbogen durch einen Ring mit dem Durchmesser von 12,2 cm gezogen werden kann. Die Gewichte bringen eine gewisse Stabilisation beim Abschuss.

Dieser Ausgleich muss angefügt werden, weil die Mittelteile der Blankbögen in der Regel insbesondere für den olympischen Recurve gefertigt werden, der beim Auszug völlig anders mit den Fingern gegriffen wird.

Olympischer Recurve und Blankbogen unterscheiden sich im Handling während des Schussaufbaus. DasZiel wird statt über das fehlende Visier über die ungenauere Pfeilspitze anvisiert.

Um trotz des fehlenden Visiers ein Zielen zu ermöglichen, kommen spezielle Auszug- und Ankertechniken wie Stringwalking oder Facewalking zum Einsatz. Sie unterschieden sich vom mediterranen Auszug/Anker, der beim olmypischen Recurve vorherrschend ist. Unter Ankern versteht der Bogenschütze die genaue Positionierung und Lage der Zughand an einem bestimmten Punkt am Kopf.

Durch das Facewalking wird erreicht, dass der Ankerpunkt am Gesicht sich ändert und durch die dadurch entstehende Überhöhungsunterschiede zwischen Pfeilspitze und Pfeilende (Nock) eine weitere oder kürzere Flugbahn entsteht. Volker RodenkirchenDas Stringwalking bedeutet, dass die Zugfinger sich auf der Sehne mehr oder weniger weit vom eingenockten Pfeil nach unten entfernen. Dadurch wird erreicht, dass die Bogenwurfarme unterschiedlich arbeiten. Je weiter man mit den Fingern nach unten geht, umso kürzer fliegt der Pfeil. Auf diese Weise kann man mit der Pfeilspitze in das Ziel halten und mit dem Abstand die Entfernung beeinflussen.

Gegenüber dem instinktiven Schießen mit dem Langbogen, der meist mit hohen Zuggewichten geschossen wird, oder dem normalerweise leichteren Jagdbogen übt man sich als Blankbogenschütze in Präzision. 

 Im Bild: Die Blankbogenschützen Petra und Volker Rodenkirchen